Häufig gestellte Fragen zum Basenji

Frage: Ist der Basenji ein echter Hund?

Antwort: Der Basenji ist ohne jeden Zweifel, auch wenn er nicht bellt, ein Hund. Hinsichtlich seiner Abstammung ist noch nicht endgültig geklärt, wer der Stammvater (Wolf oder Goldschakal?) ist. Basenjis bilden eine der ältesten Hunderasse. Bei einigen zentralafrikanischen Stämmen sind sie hochgeschätzte Jäger. Sie jagen sowohl auf Sicht als auch mit der Nase und wurden vermutlich durch Selektion als unabhängige, ausdauernde und effektive Jagdhunde zur Jagd von Niederwild gezüchtet.

 

Frage: Der Basenji kann nicht bellen - er ist dann wohl stumm und vollkommen ruhig?

Antwort: Dem ist nicht so. Was dem Basenji fehlt, ist die Fähigkeit wie andere Hunde ein ständig repetierendes Bellen auszustoßen. Ansonsten knurrt und winselt er wie andere Hunde und kann auch schon einmal ein einzelnes „Wuff" von sich geben. Zusätzlich können sie schreien und heulen. Ein spezieller Laut ist jedoch ein sogenanntes „Jodeln", welches er von sich gibt, wenn ihm etwas besonders gut gefällt. Die Lautfreudigkeit ist allerdings individuell unterschiedlich.

 

Frage: Wie groß und wie schwer wird ein Basenji?

Antwort: Basenjis sind schlanke, leicht gebaute Hunde. Rüden messen bis zur Schulterhöhe um die 43 cm während Hündinnen etwa 2 cm kleiner sind. Das Gewicht eines Rüden beträgt etwa 11 kg, und die Hündinnen wiegen 9 - 10 kg.

 

Frage: In welchen Farbschlägen gibt es Basenjis?

Antwort: Es gibt sie in drei Farben - diese sind schwarz/weiß, rot/weiß und schwarz/weiß mit gelbbraun (lohefarbig). Der letztgenannte Farbschlag wird auch tricolor genannt. Alle Farbvarianten haben immer vier weiße Pfoten, eine weiße Brust und eine weiße Schwanzspitze. Zusätzlich darf auch das Gesicht, der Nacken und der Bauch weiß gezeichnet sein. Das Rot ist ein Rotorange oder ein frisches Kastanienrot, das Schwarz ist idealerweise ein tiefes Schwarz und das Weiß ein reines Weiß. Seit dem Jahr 2000 gibt es auch im Standard gestromte Basenjis (Brindle). Immer sollte die Farbe von einem seidigen Glanz überlagert sein.

 

Frage: Welche Krankheiten können Basenjis befallen?

Antwort: Wie bei vielen anderen Rassen gibt es einige wenige, genetisch bedingte Krankheiten, auf welche Züchter ihren Bestand streng kontrollieren sollten. Die gefährlichsten Krankheiten, welche in Deutschland zum Glück sehr selten sind, stellen das Fanconi Syndrom (Erkrankung des Nierensystems) und die Progressive Retina Atrophie (Erbkrankheiten) dar, bei welcher der Hund erblinden kann. In der Regel kennen die Tierärzte Basenjis nur deswegen, weil sie einmal jährlich geimpft werden müssen oder die Hunde kleinere Unfälle erleiden.

 

Frage: Wie alt werden Basenjis?

Antwort: Sie werden bis zu 15 Jahre alt. Überdenken Sie die Tragweite Ihrer Entscheidung, falls Sie sich einen Hund zulegen! Als verantwortungsbewußter Mensch sollten Sie nur ein Tier zu sich nehmen, wenn Sie es auch bis zum Ende seiner Tage versorgen wollen.

 

Frage: Vertragen sich Basenjis gut mit Kindern?

Antwort: Für gewöhnlich sind sie sehr gut zu Kindern. Es ist allerdings wichtig, daß Kinder im Umgang mit Hunden unterwiesen werden und sie ein Gefühl dafür bekommen, wie man Hunden begegnet und mit ihnen spielt. Jeder Hund braucht aber nicht nur Zeit zum Spielen sondern auch zum Ausruhen.

 

Frage: Brauchen Basenjis viel Bewegung?

Antwort: Manchmal hat man den Eindruck, Basenjis sind kleine Kraftpakete mit einer unerschöpflichen Energiequelle. Sie verlangen mehr als einen kleinen Spaziergang um den Häuserblock am Tag, um fit und gesund zu bleiben.

 

Frage: Kann man den Basenji von der Leine lassen?

Antwort: Basenjis jagen auf Sicht und lieben es zu rennen. Sobald sich etwas schnell bewegt, erregt es ihre Aufmerksamkeit und meistens wollen sie hinterherlaufen. Die Gelegenheit, ihn frei laufen zu lassen, muß sich auf wenige ausgewählte Situationen beschränken. Fall Sie einen Hund wünschen, der ständig frei neben ihn herläuft, dürften Sie mit einem anderen Hund glücklicher werden.

 

Frage: Wie verhalten sich Basenjis als Haustiere?

Anwort: Basenjis sind keine Hunde für jedermann. Er macht den Eindruck eines stolzen, kleinen Hundes. Die Faszination liegt in seiner Individualität und seiner instinktiven und adaptiven Intelligenz. Auch wenn er seinen Menschen sehr zugetan ist - er wird sich nie sehr unterwürfig zeigen. Alles wird von ihm untersucht und mit großem Interesse verfolgt, was ihn zu einem wunderbaren, aber nicht außerordentlich folgsamen Begleiter macht. Besonders junge Basenjis langweilen sich schnell, und sie finden sehr schnell einen Weg, sich zu unterhalten - was nicht selten zu Komplikationen führen kann, wenn man sie unbeobachtet läßt.

 

Frage: Mir wurde der Basenji als absoluter Haushund geschildert - stimmt das?

Antwort: Ja, das ist so. Wegen seiner Herkunft, seines kurzen Fells und seinem wenig vorhandenen Körperfett ist er nicht für den ständigen Aufenthalt in unseren mitteleuropäischen Gefilden geschaffen. Sie mögen trockene, warme Plätze und die körperliche Nähe ihrer Besitzer. Gern ziehen sie in der Wohnung umher und folgen dem Wechsel der Sonneneinstrahlung. Falls es draußen warm ist, lieben sie es, sich außerhalb des Hauses aufzuhalten. Sie brauchen dann aber immer einen zusätzlichen schattigen Platz und die Möglichkeit, frisches Wasser zu sich zu nehmen.

 

Frage: Zu welchen Zeiten im Jahr gibt es Welpen?

Antwort: Normalerweise werden Basenjihündinnen einmal im Jahr, gewöhnlich im Herbst, läufig. Sie werden von den Züchtern im Alter von ca. 8 Wochen abgegeben, so daß man sich auf den Januar und den Februar einstellen muß. Seltener gibt es bei manchen Hündinnen im Frühjahr eine Zwischenhitze, dann sind auch Welpen im Sommer zu bekommen.

 

Frage: Was kann ich tun, wenn meine Welpen an allem herumnagen, während ich sie allein lasse?

Antwort: Der Hund sollte Bewegung gehabt haben und gefüttert sein. Es sollte ihm ein bequemes Hundebett zur Verfügung stehen. Welpen haben während des Zahnwechsels, sowie Junghunde noch eine erhebliche Zeit danach, das Bedürfnis zu kauen. Bieten Sie ihm nur bestimmte Dinge zum Nagen an, und lassen sie nicht den Eindruck entstehen, er können auf allem herumkauen, was in der Wohnung liegt. Lassen Sie ihn nicht allzu lange allein - er wird traurig und frustriert.

 

Frage: Ich muß tagsüber arbeiten. Kann ich einen Basenji in der Wohnung allein lassen?

Gegenfrage: Möchten Sie täglich 8-10 Stunden oder gar 12 Stunden allein eingesperrt sein? Dies alles noch ohne Toilette? Ihr Hund soll es aber mögen!?

Die Antwort eines echten Tierfreundes auf diese Antwort müßte konsequenter Weise NEIN lauten. Grundsätzlich sollte man sich selbst als Berufstätiger vor der Anschaffung eine Basenjis genau überlegen:

  • Wieviel Zeit kann ich neben meinen beruflichen Verpflichtungen für einen vierbeinigen Gefährten aufbringen?
  • Habe ich jemanden zur Hand während der doch nicht immer einfachen Entwicklungsphasen? Es ist höchst verantwortungslos, einen Welpen oder Junghund über Stunden sich selbst zu überlassen oder gar vorsorglich aus Angst vor eventuellen „Zerstörungsattacken“ in einen Käfig zu sperren.
  • Habe ich jemanden in meinem Umfeld, der mir das Tier zwischendurch mal „Gassi“ führt?
  • Kann ich vor oder nach einem stressigen 8-10 Stunden Tag außer Haus meinen Verpflichtungen dem Hund gegenüber mit FREUDE nachkommen?
  • Bin ich in der Lage, in meiner dann doch sehr knappen Freizeit voll auf die Bedürfnisse meines Hundes einzugehen?

Ein erwachsener Basenji ist sehr wohl in der Lage, 4 - 5 Stunden alleine zu bleiben, wenn er ab dem Welpenalter behutsam an diese Situation herangeführt wird. Es ist sogar sehr wichtig, den Hund von Anfang an daraufhin zu trainieren, denn im Leben treten immer wieder Situationen ein, bei denen der Hund gezwungenermaßen auf sein „Rudel“ für einige Stunden verzichten muß.

 

Frage: Ist es gut, mehr als einen Hund zu haben?

Antwort: Ein weiterer Hund ist fast immer eine Bereicherung für die Menschen und die Hunde. Erst so kann sich das soziale Verhalten der Basenjis richtig entwickeln - aber es ist natürlich auch mit einem größeren Aufwand für den Besitzer verbunden. Die Auswahl und das Aneinandergewöhnen sollten unter Beachtung der jeweils individuellen Charaktereigenschaften geschehen.

 

Frage: Ich habe Allergien. Ich habe gehört, daß Basenjis keine Allergien hervorrufen. Ist das wirklich so?

Antwort: Es gibt keine Hunderasse, auf welche Allergiker nicht reagieren könnten. Allerdings gibt es Menschen, welche beim Basenji nicht die sonst bei ihnen üblichen allergischen Reaktionen zeigen, da das Fell der Basenjis sehr kurz ist und der typische Hundegeruch fehlt. Bevor Sie einen Basenji zu sich nehmen, sollten Sie auf jeden Fall versuchen, längere Zeit mit einem Basenji zu verbringen.

 

Frage: Wie finde ich den richtigen Züchter?

Antwort: Nicht so einfach, bitte lesen Sie hier nach unter Züchter

 

Frage: Was muß ich vor der Anschaffung eines Hundes bedenken?

Antwort: Nicht so einfach, bitte lesen Sie hier nach unter Anschaffung

 

Frage: Wer oder was ist der Freundeskreis Basenji?

Anwort: Schauen Sie nach unter Wir über uns!

 

Frage: Welche Literatur gibt es zum Basenji?

Anwort: Hier sind die Bücher!